Keine Angst vor Publikum!

Für alle, die sich souverän vor Gruppen präsentieren möchten

 

Von Anabel Schröder

  • Wie kannst du deine Angst, vor einer Gruppe von Menschen zu sprechen, besiegen?
  • Welche Erste Hilfe-Maßnahmen gibt es, damit du dich vor Publikum nicht blamierst?
  • Wie reagierst du souverän auf Einwände und unangenehme Fragen deiner Zuhörer?

 

In diesem Ratgeber-Heft erfährst du zahlreiche, praxiserprobte Tipps, um deine Aufregung zu bekämpfen und selbstsicherer in Vorträgen zu sein.

 

Du erfährst, wie du unbequeme Fragen umgehst und auf provokative Einwände professionell reagierst.

Und du erfährst, was du tun kannst, um als kompetente Expertin oder kompetenter Experte wahrgenommen zu werden. 

 

Für alle, die sicherer vortragen, präsentieren oder moderieren wollen: Für Teamleiter, Mitarbeiter, Unternehmensberater, Dozenten, Coaches, Moderatoren, Speaker, Lehrer, Lehrbeauftragte, Trainer, Manager, Ärzte, Abgeordnete, Minister, Parteimitglieder, Vereinsvorsitzende, u.v.m.

 

57 Seiten; ISBN-10: 3751921249

Heft: 6,99€ ebook: 4,99€

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

Teil A – Die Angst besiegen       

  • Der Neandertaler in uns.              
  • Sich selbstsicherer fühlen            
  • Verbündete finden        
  • Sicherer Dank Feedback
  • Ruhiger werden mit Struktur
  • In die Offensive gehen 
  • Mit Geschichten in die Entspannung
  • Das Eis brechen
  • Worst Case Strategien

Teil B – Mit Widerstand umgehen          

  • Immer Danke sagen.      
  • Erst einmal die Gruppe fragen   
  • Den Fragenden fragen  
  • Parken und nachliefern
  • Eine starke Behauptung ersetzt den Beweis.       
  • Unangenehmen Fragen vorbauen           
  • Mit der eigenen Kompetenz glänzen      
  • Den Besserwisser einbinden      
  • Die Störer einfangen     

Text-Auszug/Probekapitel

AUSZUG AUS KAPITEL A

 

Der Neandertaler in uns

Wenn du vorne steht und Angst hast, ist das überhaupt nicht gut. Du vergisst wichtige Stichworte. Du verlierst den roten Faden. Du bekommst einen Tunnelblick und nimmst das Publikum nicht mehr wahr. Du krallst dich an deinen Ablauf, ohne flexibel auf die Bedürfnisse der Zuhörer einzugehen. Du nimmst jeden Lacher oder jedes Zucken persönlich und fühlst dich abgelehnt. Du denkst, dass alle mit den Augen rollen und sich langweilen. Die Angst lähmt dich. Angst ist also nicht gut.

 

Angst ist nicht gut?

 

Falsch! Angst ist unser wichtigster Motivator! Ohne Angst wären wir als Spezies schon ausgestorben. Angst ist ein uralter Lebensretter! In uns sitzt genetisch noch ein Neandertaler, der, wenn er vor der Gruppe steht, sein Angst-Programm abspult, das ihm damals vor tausenden Jahren das Überleben gesichert hat:

  • Für den Urzeit-Menschen gab es einen absoluten Worst Case, nämlich den, von der Gruppe – also der Familie – abgelehnt und ausgestoßen zu werden. Allein, ohne Sippe, war der Höhlenmensch nicht überlebensfähig. Der Neandertaler in dir hat also Angst, von den Zuhörern abgelehnt zu werden.
  • Oder der Neandertaler in dir hat Angst vor den fremden, unbekannten Menschen (wie du vor den Zuhörern), denn die könnten ihn ja eventuell mit Steinen und Speeren töten. Wenn der Höhlenmensch Fremde sieht, fährt er sein Angriffs- und Abwehrprogramm hoch, schüttet also massiv Stresshormone aus. Diese Stresshormone machen ihn wach und flink – allerdings kann er sich dann nicht mehr so gut auf seinen Vortrag konzentrieren.

Beide Möglichkeiten haben also etwas mit der Angst vor dem eigenen Untergang zu tun. Und diese Angst ist ein ganz natürlicher, biologischer, uralter, in unseren Genen verankerter Prozess. Nun kannst du dir überlegen: Werde ich tatsächlich sterben, wenn ich vor der Gruppe rede? Nein, natürlich nicht. Der Neandertaler in dir übertreibt da ein wenig mit seinen Ängsten und Stresshormonen!

 

(...)

 

Tipp Nr. 3: Das Schlimmste


Überleg dir: Was würde als Schlimmstes passieren, wenn du dich blamierst? Oder etwas Falsches vorträgst? Oder deine Zuhörer dich auslachen? Oder du die Kontrolle verlierst? Oder keine Antwort auf eine Frage hast? Denk nach. Was würde dir passieren? Und wenn du weißt, was das Schlimmste ist, dann geh noch einen Schritt weiter: Was wäre das Schlimmste daran (an deiner Antwort?). Was würde passieren? Und was wäre wiederum daran das Schlimmste? So kommen wir auf den Grund deiner Ängste. Meist ist die Grundangst: Angst davor, zu verenden (die alte Neandertal-Angst). Und dann überlegst du dir, ob diese Befürchtung wirklich berechtigt ist, oder ob du da nicht ein bisschen übertreibst.

 

Tipp Nr. 4: Körperhaltung


Deine Angst kannst du von innen bekämpfen – durch Coaching, Therapie, Zeit, Übung – oder von außen. Von außen heißt, du nimmst eine Körperhaltung ein, wie es ein selbstbewusster Mensch tun würde. Denn deine Körperhaltung beeinflusst nämlich deine Stimmung! Wenn du traurig die Mundwinkel nach unten ziehst, kannst du nicht lachen. Und wenn du die Mundwinkel nach oben ziehst, kannst du schwer traurig sein (probiere es aus!). Und genauso ist es, wenn du eine souveräne Körperhaltung einnimmst – es wird schwieriger sein, sich elend und klein zu fühlen.

Konkret heißt das: gerader Rücken, Schultern nach hinten, Füße schulterbreit und fest auf den Boden stellen. Nicht kippeln! Stell dir vor, du trägst eine Jacke mit Reißverschluss und ziehst den Reißverschluss von unten nach oben zu. In dieser Bewegung richtest du dich auch gerade auf, Kopf nach vorne, Blickkontakt, Ellbogen nicht an der Seite klebend, sondern die Arme locker angewinkelt. Übe es vorm Spiegel. Übe den aufrechten Gang durch den Flur, übe das Reden mit aufrechtem, geradem Blick. Übe, mit dieser Körperhaltung durch die Fußgängerzone zu gehen – und du wirst sehen, wie die Menschen dir Platz machen (sofern sie dich sehen und nicht auf ihr Handy starren). Übe, in dieser Körperhaltung in der Supermarktschlange zu stehen oder beim Bäcker Brötchen zu bestellen, bis dir diese Haltung in Fleisch und Blut übergegangen ist. Diese Haltung macht dich auf Dauer stolzer, mutiger, sicherer. Von außen nach innen. Das Gefühl der Selbstsicherheit wird dann innen ankommen.

 

Merke: Wenn du nicht weißt, wohin mit deinen Händen im Vortrag: Ich finde es völlig in Ordnung, wenn ein Redner einen Stift in der Hand hat, solange er nicht damit herumspielt, oder ein Kärtchen mit Stichpunkten hält (nimm ein festes Kärtchen, damit es nicht zittert, wenn du zitterst!). Der Profi legt beide Hände (mit den Handflächen nach oben) ineinander, auf Bauch-Höhe, Arme angewinkelt, Schultern locker.

 

Verbündete finden

 

Ich liebe Menschen in meinen Vorträgen, die aktiv zuhören. Die nicken, wenn ich etwas Wichtiges gesagt habe, die lächeln, wenn ich lächle, und die lachen, wenn ich einen Witz mache. Diesen Menschen sehe ich lieber in die Augen als den indifferenten Pokerface-Typen, aus deren Gesicht ich nicht lesen kann, ob das, was ich sage und tue, ankommt oder nicht. Ich habe mir zwar antrainiert, alle gleichermaßen anzublicken, aber zu Selbstmotivationszwecken kann es sinnvoll sein, diejenigen länger anzusehen, die einem zunicken oder positiv auf den Vortrag reagieren.

 

Tipp Nummer 5: Suche dir eine nette Person im Publikum. Wenn du einen Vortrag vor vielen Menschen hältst, suche dir vorher eine freundliche Person heraus, die du einweihst. Diese soll dir immer zunicken und dich nickenderweise darin bestätigen, dass du da vorne einen zauberhaft guten Job machst und alles prima läuft. Sie soll dich anlächeln und nonverbal unterstützen. Wenn du in einem Teammeeting deinen Kollegen etwas vorstellen sollst, dann....

 

(...)

 

 

Weitere Ratgeber

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  • Nerv doch nicht so! Mit schwierigen Kollegen, Mitarbeitern oder Chefs besser klarkommen.
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  • Trennungsgespräche führen

 

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