Arbeite endlich mit! - Aktive Teilnahme und Mitarbeit

 

Für alle, die sich engagierte Mit-Arbeiter und Teil-Nehmer wünschen

 

Von Anabel Schröder

 

Wie kannst du die Beteiligung deiner Teilnehmer in Workshops, Meetings oder in einer Lehrveranstaltung erhöhen? Wie steigerst du die aktive Mitarbeit im Jour Fixe? Was kannst du gegen Stummfische und Widerständler tun? Wie hältst du die Spannung im Seminar?

 

Dieses Ratgeber-Heft ist für Führungskräfte, die aus einem langweiligen Jour Fixe eine ergiebige Veranstaltung machen wollen. Es ist für Meeting-Moderatoren oder Berater, für Workshop- oder Seminarleiter, Dozenten oder Lehrkräfte, die auf die motivierte Mitarbeit der „Mit-Arbeiter“ angewiesen sind und ihre Teilnehmer zum Teil-Nehmen aktivieren möchten.

 

Schluss mit Seminaren und Meetings, in denen du Alleinunterhalter bist!

Schluss mit Zuhörern, die dich mit verschränkten Armen stumm anstarren, ihr Handy spannender finden als dich, auf Fragen schweigen oder bei Übungen nicht mitmachen möchten!

 

In diesem Heft erhältst du praxiserprobte Tipps und Strategien, wie du aus einem langweiligen Meeting oder Seminar eine spannende oder zumindest fruchtvolle Veranstaltung machen kannst, mit regem Austausch und motivierten Teilnehmern.

ISBN 978-3-751-97130-0

60 Seiten

Inhaltsverzeichnis

Teil A: 12 Tipps, die Teilnehmer zu aktivieren und zur Mitarbeit zu bewegen     

  1. Einen positiven Einstieg finden          
  2. Die Gruppe zu Wort kommen lassen
  3. Den Nutzen erklären              
  4. Arbeitsgruppen bilden.         
  5. Nutze Moderations-Methoden und -Utensilien          
  6.  „Stehung“ statt Sitzung        
  7. Jemanden auswählen           
  8. Aufgaben verteilen
  9. Die richtigen Fragen stellen
  10. Mal etwas anders machen
  11. Die Gruppe ins Boot holen
  12. Umgang mit hoffnungslosen Fällen 

Teil B: 6 Tipps, um die Spannung halten

  1. Auflockerungsspielchen, Übungen und neue Methoden anwenden  
  2. Stories und plastische Beispiele         
  3. Laufe frei herum      
  4. Der Medien-Mix macht‘s     
  5. Fasse dich so kurz wie möglich und so lang wie nötig
  6. Sprich zu den Menschen, nicht über sie         

Teil C: 5 Regeln zur inneren Haltung      

  1. Geh mit gutem Beispiel voran            
  2. An der Gegenwart und Zukunft orientieren
  3. Von Anfang an jeden Beitrag feiern 
  4. Eigene Beiträge nicht besser finden als die der anderen.        
  5. Teilnehmer alle gleich wertschätzen

Probekapitel/Auszug aus dem Buch

Kapitel 3. Den Nutzen erklären

Wenn Teilnehmer den Nutzen eines Workshops nicht erkennen, arbeiten sie weniger begeistert mit. Manche Over-Achiever, früher Streber genannt, machen zwar IMMER aktiv mit und bringen sich IMMER freiwillig ein, egal ob sie den Workshop oder Vortrag als nützlich empfinden oder nicht, nur um dir zu gefallen. Aber die meisten, die keinen Nutzen im Meeting, Vortrag oder Workshop sehen, werden lethargisch oder verweigern die Mitarbeit. Mitarbeiter erzählen mir oft von ihren Jour fixes und sagen: „Das ist die reinste Laber-Runde“, „Bringt doch eh nix“, „Wozu machen wir das überhaupt?“ oder „Das interessiert doch eh keinen“. Auch in meinen eigenen Workshops, für die mich ein Unternehmen beauftragt hat, höre ich manchmal: „Team-Seminare bringen nichts, es liegt ja nicht an uns, sondern am Chef“ oder „Wir haben schon zweimal einen Strategieworkshop gemacht, und nichts ist umgesetzt worden. Jetzt folgt der dritte, was soll das?“ Oder – letztens in einem Kommunikationstraining – sagten mir Teilnehmer „Wir können doch prima kommunizieren, wieso brauchen wir das hier?“. Logisch, wenn sie keinen persönlichen Nutzen erkennen, arbeiten sie nur widerwillig oder gar nicht mit.

Es muss also für alle vorher klar sein – oder am Anfang des Workshops besprochen werden:

  • was der Nutzen ist,
  • was die Teilnehmer danach erhalten/besser können,
  • was danach anders sein wird oder
  • was der Sinn der Veranstaltung ist.

Hierbei kann dir der „Golden Circle“ helfen. Das ist ein Konzept von Simon Sinek, der die drei Fragen Why?, How? und What? definiert hat, unter anderem um seine Mitarbeiter zu motivieren und zu inspirieren. Diese drei Fragen solltest du dir selbst als Führungskraft/Moderator/Redner stellen – und diese Fragen solltest du auch deinem Publikum/deinen Teilnehmern beantworten!

Stelle dir selbst die Fragen:

  1. Why – Warum mache ich diesen Vortrag/Jour fixe/Workshop? Welchen Nutzen bringt er – für mich, aber insbesondere für die Teilnehmer?
  2. How – Wie will ich diesen Vortrag/Jour fixe/ Workshop gestalten? Mit welchen Mitteln? Mit welchem Ablauf? Mit welchen Teilnehmern? Mit welchen Übungen/Elementen? Wo und wann?
  3. What – Was soll der Inhalt sein? Welche Themen besprechen wir? Wie ist die Agenda?

Merke: Vor allem bei Routine-Meetings werden diese Fragen oftmals nicht mehr gestellt, sondern das Meeting „war halt schon immer da“, „andere machen das auch“ und wird unreflektiert fortgeführt. Deshalb heißen sie auch schlicht „Routinen“ und werden auch zur Routine, die keiner mehr in Frage stellt. Sinnvoller ist es, Inhalt, Prozedere und Nutzen immer wieder zu überprüfen.

Nutze den Golden Circle als Einstieg:

Der Golden Circle eignet sich prima als strukturierter Start für den Workshop/das Meeting. Du könntest also einleiten mit:

Why – Du beschreibst den Nutzen für die Teilnehmer: „Wir sind heute hier, um …“ oder „Dieses Seminar wird Ihnen in zwei Punkten weiterhelfen …“ oder „Wir werden heute erarbeiten …“ oder „nach diesem Vortrag werden Sie …“.

How – Du beschreibst den Ablauf und die Rahmenbedingungen: „Ich werde, neben kurzen theoretischen Inputs, auch zwei Gruppenübungen mit euch machen“ oder „Wir werden heute in Arbeitsgruppen gemeinsam erarbeiten, wie …“ oder „Wir werden mit Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden …“

What – Hier beschreibst du, was die einzelnen Agenda-Punkte sind oder welche Inhalte du konkret besprichst: „Vormittags widmen wir uns … und nachmittags gehen wir auf … ein“ oder „Die konkreten Inhalte, die wir heute bearbeiten, sind …“.

 

 

 

 

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